Binas Blog

Willkommen in meiner Welt!

Die ungeschminkte Wahrheit – ein Selbstversuch September 11, 2010

Filed under: Aus meinem Alltag — Bina @ 10:34 pm
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Es gibt Frauen, die sehen ungeschminkt gut aus (das ist selten). Dann gibt es Frauen, die sehen mit etwas Farbe im Gesicht einen Hauch besser aus. Und dann gibt es noch Frauen, die sollten ohne Tönungscreme, Lidschatten und Wimperntusche nicht zwingend das Haus verlassen. Ich gehöre leider zur letzten Kategorie. Und so bedeutete es für mich ein echtes Wagnis – andere gehen vielleicht campen oder touren mit dem Rucksack trotz Spinnenphobie durch Australien – ich aber ging drei Wochen ohne geliebtes Make-up vor die Tür. Ein wahres Abenteuer.

Ich hätte Strichliste führen sollen, wie oft mein blasses, wenig markantes Gesicht die Aufmerksamkeit meiner Kollegen, Freunde und Familienmitglieder auf sich zog. Schade, verpasst, aber ich hätte wohl einen ganzen Collegeblock gebraucht. Unwohl fühlte ich mich  am ersten Tag, schutzlos, hilflos, klein, ausgeliefert – und vor allem nackt. Ich spürte die Blicke, hörte die bohrenden Fragen. „Du siehst komisch aus, was ist los?“, preschte es mir entgegen, und ich wollte mein kalkiges Antlitz am liebsten verhüllen. „Ich trage kein Make-up“, antworte ich gespielt selbstbewusst. „Hm. Hat was von einem umgestülpten Panda“, antwortete die Kollegin, um gleich darauf festzustellen: „Das wirkt so unschuldig. Als wärst du zwölf. Ist das ne Masche?“ Oh ja, na klar, ich versuche gezielt die Unschuldsnummer. Immerhin, sie scheint nicht ganz Unrecht zu haben. „Hey, da bist ja jetzt auch schon 25, oder? Wie die Zeit vergeht“, sagt mir ein anderer Kollege und macht mich damit gleich mal drei Jahre jünger. Weniger charmant fiel eine weitere Bemerkung aus: „Bist du krank? Können wir was für dich tun?“

Die nächsten Tage gewöhne ich mich an ausdruckslose, kleine Augen und fahle Gesichtshaut. Habe ich zu Beginn noch peinlich berührt zum Drucker geguckt, wenn mich jemand  im Kopierraum ansprach, fange ich so langsam an, mich an mein neues Ich zu gewöhnen. Blonde Haare passen doch ohnehin viel besser zu nobler Blässe und hey, wie wäre es mit einem rosa Oberteil, um das Farbspiel perfekt zu machen? Ich arrangiere mich mit dem neuen Look, beantworte weiterhin brav löchernde Fragen und rede mir ein, dass es ohnehin auf die inneren Werte ankommt. Mein Freund gibt sein Bestes, indem er die kleinen Maulwurfs-Augen als „furchtbar süß“ bezeichnet und ich fühle mich bestärkt, als ich Daniela Katzenberger bei Vox ungeschminkt nach dem Aufwachen sehe (puuh, also so schlimm ists bei mir dann doch nicht).

Nach zwei Wochen hab ich „Bina ohne Paste“ im Gehirn abgespeichert und frage mich nicht mehr, wer die fremde Person im Spiegel ist. Ich werde erst wieder mit dem leidlichen Thema konfrontiert, wenn mich jemand aus dem Bekanntenkreis zum „ersten“ Mal sieht: „Was ist denn mit dir passiert? Neue Brille, neues Make-up, krank?“ …Ich kanns nicht mehr hören. Außerdem bin ich neidisch. Neidisch auf die zwei Prozent aller Frauen, die schon morgens nach dem Aufwachen gut aussehen. Deren Wimpern man sieht, auch wenn sie nicht angetuscht sind. Die einen wohligen, gesunden Teint haben, obwohl sie nicht den Rouge-Pinsel geschwungen haben. Warum ist das bei mir nicht so?

Allerdings sollte ich nicht maulen. Mein Liebster sagt, morgens sehe ich am niedlichsten aus. Und der muss es ja wissen. Natur pur also… Eine Option? Nein! Ich freue mich darüber, dass mein „Experiment“ nun bald ein Ende hat. Ich bin heiß auf große Augen und gebräunte Haut – ich kann es kaum erwarten. Ich will mein Schutzschild wiederhaben, meinen Kampfanzug. Paste marsch!

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Meine Promi-Woche August 1, 2010

Filed under: Promis und Schlagzeilen — Bina @ 7:46 pm
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Und täglich grüßt die Klatschspalte… Jeden Morgen brauche ich meine Dosis Tratsch. Andere kommen nur mit Kaffee in Wallung, ich verzichte auf unnötiges Koffein und bringe mich mit den neuesten Meldungen aus der Kategorie „unwichtig“ auf Trab. Und so surfe ich morgens nach dem Aufstehen meist noch im Schlüppi auf bild.de, spiegel.de und was-die-welt-sonst-noch-alles-nicht-wissen-muss.de. Da steigt mein Puls gleich mal auf 180, wenn ich eine Liliana Matthäus erst fremdknutschend auf einer Yacht vor Sardinien sichte (armer Lothar, das hast du nicht verdient!), um zwei Tage später bittere Tränen vorgesetzt zu bekommen (Lothar, glaub ihr kein Wort!) und zu guter Letzt ein Liebesfoto zu erspähen, das Liliana mit ihrem neuen Lover zeigt (höchstpersönlich von ihr selbst eingeschickt, versteht sich…). Liliana in aller Munde, horrende Preise nimmt Miss Ex-Matthäus für ein exklusives Interview. Und ich merke – obwohl es mich weiß Gott nichts angeht -, dass ich sauer werde! Klar, das Modell „Alter Mann kriegt junges Ding und ebnet ihr den Weg in die SOCIETY“ ist wahrlich nicht neu. Aber wie dieses geldgierige Möchtegern-Model dem Loddar die Hörner aufgesetzt hat, das find ich nun wirklich unter aller Sau. Der Lothar fällt bei mir immer noch so ein bisschen unter Welpenschutz. Klug ist er nicht, hat er doch aber wohl das Herz auf dem rechten Fleck. Also Lothar, von mir an dieser Stelle: Alles Gute! Es gibt noch so viele andere Frauen, denen du ein paar schöne Schuhe kaufen kannst…

Schön ist ja, dass nicht nur ich, sondern auch ganz Promi-Deutschland eine Meinung dazu hat. Belustigend, dass Manfred Krug (besser bekannt als der Ex von Veronica Ferres) dem Loddar per Kamera herzliches Beileid ausspricht. Und das, obwohl gerade eine gewisse Verena Kerth als Frau an seiner Seite strahlt. Wir erinnern uns: Die blonde Tussi (ehemals Disko-Mäuschen von Beruf mit Ambitionen zur Neun-Live-Moderatorin), für die Olli Kahn damals seine hochschwangere Frau hat sitzen lassen.  Schade nur, dass das jüngere Partyhäschen den Olli kurzzeitig für einen reichen Reeder aus Griechenland ausgetauscht hat – und reumütig zurückkehrte, als sich dieser als armer Schwindler herausstellte…Also Herr Krug, ich wäre da etwas vorsichtiger in punkto Beileid.

Verena, Liliana… Heieiei, so schnell geht weibliche Emanzipation in St. Tropez oder Cannes baden. Mir ist das unangenehm. Können die nicht evtl. selbst Geld verdienen? Gut, Liliana wollte sich ja als Model durchschlagen – mit weniger durchschlagendem Erfolg (trotz neuer Lippen und neuer Brüste, für die Lothar ein kleines Taschengeld hat springen lassen).

Hier also der ultimative Tipp an Loddar und Co.: Versuchts doch einfach mal mit gleichaltrigen Frauen auf eurem Niveau… Und an die Billig-Fraktion: Es gibt im Leben Wichtigeres, als Schuhe zu kaufen. Und das sage ich nicht nur, weil ich zwei unterschiedlich große Füße hab, für die es immer sehr schwer ist, ein passendes Paar zu finden… 🙂

Andererseits: Ich will weiter solche Geschichten lesen. Also blamiert euch ruhig weiter mit peinlichen Interviews, gespielten Tränen oder neuen Fremdknutsch-Fotos. Ich bin dabei! 🙂

 

Warum Männer nicht zuhören… Juni 11, 2010

Filed under: Aus meinem Alltag — Bina @ 5:34 pm

„Ab heute gibt’s nur noch Fußball und Bier.“ Wumms. Mein Freund weiß, was er will. Und ich weiß, was er sagt. Umgekehrt wird allerdings nicht immer ein Schuh draus. Die alte Leier: Frauen können nicht einparken – und Männer nicht zuhören. Ja, wir entsprechen diesem Klischee.

Oft warte ich lange auf eine Antwort. Ich warte und warte, gucke und staune. Dann endlich merkt mein Liebster, dass ich wohl eine Frage gestellt habe – und gibt sich trotz Ahnungslosigkeit sichtlich Mühe. „Jaaa, hm, da bist du wohl in der Zwickmühle.“ Wie bitte, wieso Zwickmühle, denke ich. Langsame Panik macht sich bei ihm breit. „Ich mein, klar können wir am Wochenende zu deinen Eltern fahren.“ Die Resonanz bleibt aus. Wieder ein Griff ins Antworten-Quiz-Klo. Ein dritter Versuch: „Hab dich auch lieb?“ Ich mach auf Schmunzelhase: „Schön, dass du mich lieb hast. Ich wollte dich eigentlich nur fragen, ob du mir den Rücken eincremst.“

So ist das mit Mann und Frau. Aber man lernt ja damit umzugehen. Also sage ich – sollte er gerade fernsehen, essen oder Sonstiges veranstalten – laut seinen Namen und warte auf eine Reaktion, bevor ich ihm ein Gespräch aufzwänge (wer hat schon Lust, alles doppelt zu erzählen?). Und er kommt dafür die Treppen runtergeflitzt, wenn ich keinen Parkplatz finde oder mich nicht traue, in eine enge Lücke einzuscheren.

So füge ich mich gerne ins Klischee. Aber manchmal packt mich der Freud’sche Penisneid! Nee, nee, ich möcht‘ nix haben, das zwischen den Beinen baumelt – Gott, bewahre! – , so manch männliche Denkweise täte allerdings auch meinem wirren Frauenkopf nicht schlecht. Denn während ich abends ein ausgiebiges Abschaltprogramm benötige, um meine Ruhe zu finden (reicht von Klatschzeitschrift über Bibi-Blocksberg-Cassette bis hin zur Meeresrauschen-CD), macht mein Schatz einfach die Augen zu. Und wieder wumms. Die Gedanken sind weg, die Sorgen auch. Nix mit „Hätte ich nicht lieber so? Was wäre wenn?“ , finito, gute Nacht, bumms, aus, Nikolaus.

Vielleicht werde ich mir mal ne männliche Scheibe abschneiden. Als erstes fange ich damit mal an, indem ich heute Abend Fußball gucke. Kann ich statt Bier aber bitte ’ne Müller-Milch-Schoko haben? Ich werde wohl niemals ein „ganzer Kerl“… 🙂

 

Sprachlos Mai 19, 2010

Filed under: Aus meinem Alltag — Bina @ 3:29 pm
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Sprachlos war ich noch nie.
Das entspricht einfach nicht meinem Temperament.
Aber jetzt ist alles anders.

Ich mache ein Experiment. Wie ist es wohl, eine Woche nicht zu sprechen? Keinen Mucks, kein einziger winziger Ton. Befreit man sich endlich von all dem Quatsch, den man sonst so gedankenlos hinausposaunt? Wird einem jeder Wunsch von den Lippen abgelesen? Und wann genau wird man völlig irre?

Natürlich mache ich das nicht freiwillig. Und selbstverständlich ist es gar kein richtiges Experiment. Ich habe eine Kehlkopfentzündung, kann daher nicht reden und werde von quälenden Hustenanfällen geplagt.

Für einen Mann wäre solch eine Diagnose vielleicht gar nicht so erschütternd. Die 800 Wörter pro Tag kann er sich auch runterschlucken. Aber wie siehts mit meinen 4000 Vokabeln pro Tag aus? Wesentlich schwieriger.

Mein Freund und ich versuchen allerdings, es uns so einfach wie möglich zu machen. Ich habe immer einen Zettel samt Stift in meiner Nähe und natürlich auch ein offenes Word-Programm auf dem Laptop. Für ein „Soll ich dein Essen nochmal aufwärmen?“ oder auch „Kannst du heute Abend bitte einkaufen?“ eignet es sich super. Aber was ist mit all den wichtigen Kommentaren beim Fernsehen, den unterhaltsamen Lästereien auf der Couch oder kleinen Sticheleien bei einem aufflammenden Streit? Da ist die Zettel-Technik einfach zu lahm. Ich vermisse es zu tratschen, zu telefonieren, unsinniges Zeugs zu schwafeln und überall meinen Senf hinzuzugeben. Ich bin eine Frau! Ich muss mich ausdrücken! Ich geh kaputt, ich werde depri, ich raste aus!

Aber nicht nur die mangelnde Quatscherei macht mir zu schaffen. Ich fühle mich eingeschränkt. Da bin ich kurz mal für kleine Mädchen, ruft mein Freund: „Schaaaaaaaatz, wo bist duuuu?“ Witzig, denke ich, ich kann doch nicht antworten. „Schaaaaaaaaaaatz?!“ Um ein Lebenszeichen zu geben, klatsche ich laut in die Hände. Plötzlich steht er vor der Tür: „Wieso klatscht du denn?“ (…) Gerne provoziert er mich auch. Kitzelt mich durch, sagt etwas, von dem er weiß, dass ich mich aufrege, und stellt 1000 Fragen. Und dann ist er auch noch beleidigt, wenn er meine ersten pantomimischen Gehversuche nicht interpretieren kann…

Aber ich muss ja versuchen, dem Ganzen etwas Positives abzuringen.
1. Ich kommuniziere mit meiner Mama jetzt immer per E-Mail, statt jeden Abend am Telefon zu schwatzen. Das ist total schön und ich hab festgestellt, dass meine Mams unheimlich witzig und gut schreiben kann. Sie ist einfach die beste!
2. Ich dröhne meinen Schatz nicht pausenlos mit unwichtigen Dingen zu.
3. „Was man nicht bekommt, das will man haben“ – mein Freund vermisst plötzlich meine lärmende Stimme („Irgendwie fehlt mir dein Gezeter…“).
4. Ich muss mich nicht mit Leuten unterhalten, auf die ich keine Lust habe.
5. Ich verkneife mir unsittliche Kommentare.
6. Ich lerne ruhig zu bleiben. Regt mich etwas auf, schweige ich und grinse. Was bleibt mir anderes?

Und so langsam lernt mein Freund auch, mir von den Lippen abzulesen. Bei „Ich liebe Dich“ klappts immerhin schon ganz gut… (Bei „Bring den Müll bitte runter“ noch nicht ganz so…). Allerdings freue ich mich auch schon darauf, endlich wieder zu tratschen, zu quatschen, zu lästern, zu pöbeln und zu zetern.

Es wird Zeit, dass dieses „Experiment“ ein Ende nimmt. Vielleicht Ende der Woche… drückt mir die Daumen…

bis dahin: Ich bin per E-Mail erreichbar… 🙂

 

Fernweh Mai 14, 2010

Filed under: Allgemein — Bina @ 4:48 pm

Sonnenschein, türkisfarbenes Meer, Palmen und weißer Sand – Mallorca war wunderschön! Leider hat uns der Alltag wieder. Hier ists nicht freundlich, warm und hell, nööö, hier ists trüb, fad und kalt! Sehr kalt sogar. So kalt, dass sich ekliger Schleim in meinen Nebenhöhlen festgesetzt hat und ich meinen Körper mit ACC Hustenlöser und Sekret lösenden Tabletten volldüsen muss.

Die Heimreise war mehr als turbulent. Fast wären wir nicht nach Hause gekommen. Der isländische Vulkan hat mal wieder gespuckt – und den Flugverkehr in Spanien flachgelegt. Leider kam unsere Ryanair-Maschine aus eben dieser Ecke – ZACK, wird nix mit nach Hause fliegen… Nach leichter Panik, einigen Adrenalinschüben und spontanen Freundschafts-Schließungen mit jungen Mädels („Können wir uns bei euch anhängen, wir sprechen kein Englisch?“…tz…) machte ich jedoch einen Flug bei TUI klar und so gings über Hamburg nach neunstündiger Abreise doch nach Hause…

Mit TUI flog sichs super – doch die Klimaanlagen dort sind wirklich sehr gemein. Virenfalle hoch zehn! Der Senior hinter mir wollte die Bakterien-Verteiler-Box auch partout nicht ausstellen – obwohl ich doch indirekt sehr deutlich über diese lästerte… Als wir schließlich klitschenass und fix und foxi zu Hause ankamen, der nächste Schock: Heizung ist ausgefallen! Uah, wie gemein! Eben noch auf Malle, jetzt schon in der 16-Grad-Bude in Lübeck. Ganz böse. Winterpully anziehen und anmuggeln!

Wie gesagt, ich bin jetzt krank. Aber es hat sich gelohnt! Ich hätte gar nicht gedacht, dass Malle SO schön ist! Ich will da unbedingt wieder hin, kenne den Reiseführer in- und auswendig, habe alle Attraktionen auf der Pfanne! Da wir nicht im Hochsommer gefahren sind, war es ein Glück nicht zu heiß für tolle Ausflüge und lange Fahrten mit unserem Miet-Corsi. Laut RTL wütete während unseres Urlaubs auf Malle ja eine Umweltkatastrophe nach der nächsten. Ich hab mich immer gefragt, wo der Privatsender seine Wetterfrösche aufgestellt hat… Wir hatten in der Woche zwei super Strandtage (ja, bei 17 Grad Wassertemperatur lässt es sich gut baden!), einen Regentag und ansonsten ein mildes Maiprogramm. Alles gut!

Ob Schatz und ich nun in der Bergwelt im Westen rund um Valldemossa unterwegs waren, am Karibik-ähnlichen Strand Es Trenc im Süden oder in unserem wunderschönen kleinen Ort Cala d’Or – pausenlos hab ich mich gefragt, was wir wohl tun müssen, damit wir uns auf meiner neuen Lieblingsinsel mal eine schöne Finca leisten können… Oder wie wärs mit Auswandern? Ich könnte doch beim Inselradio arbeiten, oder bei der Mallorca-Zeitung… oder… Ah, mein Freund will nicht. Mist! …

Ich glaube, ich kann mir das erstmal abschminken mit dem Zweitwohnsitz. Aber wir kommen auf jeden Fall wieder! Am besten so schnell wie möglich! Wir möchten – ganz spießig – wieder ins gleiche Hotel (zur Info: Inturotel Cala Esmeralda – wirklich extremst zu empfehlen!!). Ich WILL wieder am Pool liegen und dabei auf die atemberaubende Bucht mit dem türkisfarbenen Meer blicken. Weiiiit weg von all dem Alltagsgedöhns und dem tristen Grau.

Aber bis dahin muss ich mich mit Lübeck arrangieren. Und bald kommt hier ja auch der Sommer. Und dann ist auch die Erkältung längst verschwunden. Und dann strahlt halt die Ostsee – wenn auch nicht türkisblau. Aber das Leben ist eben kein Ponyhof (Mist verdammt!) – manchmal aber wenigstens ein Wunschkonzert! 🙂

PALMA – klatsch, klatsch, klatsch – PALMA DE MALLORCA…. träller, flöt, sing…

 

Urlaub und Kofferpacken Mai 1, 2010

Filed under: Aus meinem Alltag — Bina @ 11:55 am
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Hey Leute,

heute schreibt mal nicht Bina, sondern der, der euch bisher nur als „Schatz“ bekannt ist.  Kurze Einleitung zu der ganzen Chose… Binalein und ich haben Urlaub gebucht – 7 Tage Malozze (yeah, aber leider nicht El Arenal)!!!

Heute ist der große Tag gekommen. Der Flug geht in ca. 8 Stunden… und hier…. hier herrscht das einzige Chaos!!! Es fallen ja die altbekannten Sätze wie „Wo hast du die Kamerahülle hingepackt?“ oder „Meinst du das passt alles in den Koffer?“ Ich persönlich zweifele ja an das Einhalten der Kilogrenze!!! Dass ich nicht lache… das sind doch mit Nichten 15 Kilo!!!  Und auf welchen Koffer werden die überschüssigen Kilos verteilt??? Na logo – auf meinen natürlich!!! Dies heißt wiederum für mich, dass ich „platzsparend“ packen soll (lt. Bina).  Mir ist das egal, ich hab meinen Schlübber mit… Mehr brauch ich nicht.

Kurzum… meine süße Freundin macht natürlich wieder mich zum Sündenbock!!! Gerade haben wir mal das Wetter auf „Malle“ gecheckt… Hammerhart!!! Da soll es tatsächlich nahezu die ganze Woche nur regnen! Na klasse… Als wenn das Kofferpacken die ganze Sache nicht schon ohnehin erschweren würde…  😉 Ich denke aber positiv! Hauptsache ich kann mich schön entspannen und mal die… Beine baumeln lassen!

So das soll es jetzt erstmal von meiner Seite gewesen sein. Ich wünsche mir… ähhhmmm… uns einen schönen und erholsamen Urlaub! Das wird schon alles lässig werden…  Mal sehen, ob ich euch nach dem Urlaub einen Bericht erstatten kann – vorrausgesetzt Bina lässt mich nach diesem Blog wieder an den Rechner…

Bis bald… und una cerveza por favore!!!

 

Nachricht von Nachbar Psycho April 27, 2010

Filed under: Aus meinem Alltag — Bina @ 4:49 pm
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Heute morgen weckte mich das Surren einer Sms. „Hahahaha, unser Psycho-Nachbar hat etwas zum Lachen an deiner Scheibe hinterlassen“, las ich schlaftrunken die Nachricht meiner Freundin. Ich war also gewarnt. Irgendwas Gemeines hing an meinem Auto. Sicher so ein hinterlistiger, selbstgebastelter Strafzettel, der vor einiger Zeit auch schon bei meiner Freundin am Pkw befestigt wurde.

Auf dem Weg zu meinem Gefährt wurde es schon von Weitem sichtbar: Ein großer Zettel, liebevoll eingepackt in einer Folie, klebte hinter meinem Scheibenwischer. „Sehr geehrter Verkehrsteilnehmer, hiermit machen wir Sie aufmerksam, dass Sie auf dem Gehweg geparkt haben. Wir haben Ihr Fahrzeug fotografiert und an die Bußgeldstelle übersandt.“  Wumms! Erst muss ich lachen, dann werde ich böse. Hat hier etwa jemand zu viel Zeit? Da ich spät dran bin, verzichte ich darauf zu recherchieren, wer genau hinter dieser Aktion (oder soll ich sagen Attacke?) stecken könnte.

Dennoch lässt mich die Geschichte nicht ganz los. Beim Essen in der Kantine werfe ich die Story auf den Tisch. Die Kollegen sind empört! „Das ist doch Selbst-Justiz!“ „Meint ihr, der Typ arbeitet mit der Polizei zusammen und kriegt Geld dafür?“ „Das ist garantiert ein Rentner – oder ein Hartz-IV-Freak!“ Tatsächlich frage ich mich, ob die Polizei der Sache nachgehen wird. Und inwiefern so eine Nummer rechtlich überhaupt gestattet ist! Psycho-Nachbar x hat also mein Auto morgens um sieben fotografiert – wer bitte kann das beweisen in Zeiten von Photoshop, Retusche und Montage? „Da musst du eine Geschichte draus machen“, sagen die Kollegen erregt. Recht haben sie eigentlich. Das ist was fürs „Lokale“ Lübeck. Wo kommen wir dahin, dass jeder jeden anschwärzt? Ab gesehen davon, dass mein Auto in keinem Halteverbot stand und noch zehn weitere Pkw hinter mir parkten.

Es ist beängstigend, wenn Leute zu viel Zeit haben. So werde ich von der Nachbarin unter mir gefragt, ob mein „Lebensgefährte“ und ich auf dem Balkon rauchen und bei jeder möglichen Begegnung im Treppenhaus von der Seite angequatscht. Es ist ohnehin erstaunlich, wie Menschen mit Kommunikationsdefizit es immer wieder schaffen, andere in ein Gespräch zu verwickeln. Gestern hatte ich mir fest vorgenommen, im Treppenhaus eilig an der älteren, sehr anstrengenden Dame vorbeizuflitzen. „Heute kann sie es nicht schaffen, mit mir zu sprechen!“, dachte ich. Ich sause also an ihr vorbei und plötzlich guckt sie völlig schockiert und zeigt in den Keller. „Steht da etwa ein Babywagen??“. Okay, aus der Nummer kommt man nicht raus. Ich halte an und gucke mit. „Bei der Frau nebenan kann es ja jeden Moment soweit sein!“, versucht sie es hartnäckig. Da ich aber wirklich dringend zur Arbeit muss, sage ich nur: „Ah, wusste ich gar nicht (woher auch?), ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.“

Normalerweise bin ich nicht unhöflich. Und ich bin auch gerne mal geschwätzig. Aber ich hasse es, wenn Leute sich einmischen oder einem die Zeit stehlen, weil sie selbst zu viel davon haben. Im Falle meiner Nachbarin drücke ich ein Auge zu. Sie ist einsam. Sie hat niemanden zum Reden. Das ist in Ordnung.

Aber im Falle von Psycho-Nachbar drücke ich gar nichts zu. Ich empfinde es als Unverschämtheit! Wie kann man nur so ein Arschloch sein? Andere Leute anschwärzen, weil das TV-Programm auf die Dauer zu langweilig wird. Dem Kerl komme ich noch auf die Spur. Der Parkplatz-Kampf ist eröffnet! Und ich bin gespannt, wie die Justiz mit der Selbst-Justiz gestörter Mitbürger umgeht. . .